Antragstellung für das Förderjahr 2019

Das Projekt „Politische Jugendbildung” wird aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert.

Förderbar sind Maßnahmen der politischen Bildung für junge Menschen an Volkshochschulen. Hierzu zählen ein- oder mehrtägige Veranstaltungen der politischen Bildung für junge Menschen von 10 bis einschließlich 26 Jahren, Arbeitstagungen für ehren-, neben- oder hauptamtlich in der Jugendhilfe tätige Personen und Modellprojekte. Grundlage für die Förderung sind die Richtlinien des Kinder- und Jugendplans des Bundes.

Veranstaltungen dürfen nicht mit geschlossenen Schulklassen durchgeführt werden und müssen an jedem Seminartag einen Mindestumfang von 6 UE haben. Bezüglich der Förderbedingungen beachten Sie bitte unser Merkblatt sowie die KJP-Richtlinien.

Anträge für Kurse, Fortbildungen und Modellprojekte können nur über das neue Onlinesystem des DVV gestellt werden. Sollte Ihre vhs noch nicht als Antragstellerin registriert sein, können Sie dies im Rahmen der Antragstellung tun. Dazu werden einige Informationen benötigt, u. a. Kontaktdaten, der Name Ihrer VHS-Leitung und die Kontoverbindung der vhs. Bitte halten Sie diese Daten bereit. Jede neue Antragstellerinstitution muss einmalig vom DVV freigeschaltet werden.

Die Antragsfrist für das Förderjahr 2019 endet am 1. November 2018.

 

 

Modellprojekte im Förderjahr 2019:

Für das Förderjahr 2019 schreiben wir fünf neue Modellprojekte aus, für die über das Onlinesystem Anträge im Förderangebot „Sonstige Aktivitäten” eingereicht werden können. Die ausführliche Ausschreibung können Sie aufrufen, indem Sie auf den jeweiligen Titel des Modellprojekts klicken:

Modellprojekt „Die Rolle deines Lebens” – Sensibilisierung von Jugendlichen für Gleichstellung, Rollenbilder und die eigene Identitätsfindung

Dieses Modellprojekt soll zum einen die Reflektion von Jugendlichen über die historische Entwicklung und Bedeutung der Gleichstellung der Geschlechter ermöglichen und zum anderen dem Abbau von Rollenklischees dienen. Jugendliche sollen durch das Projekt befähigt werden, die Darstellung von Rollenbildern und Stereotypisierungen im Alltag zu entlarven und kritisch zu hinterfragen.

 

Modellprojekt „Mauern einreißen” – Wie können wir reale Mauern, soziale Mauern oder die Mauern in unseren Köpfen überwinden?

Die Vereinigten Staaten planen eine Mauer an der Grenze zu Mexiko, die unwillkommene Einwanderer*innen abhalten soll. Auch Europa will mit Zäunen und zusätzlichem Personal seine Außengrenzen undurchlässiger machen, kann sich über die Verteilung von Geflüchteten nicht mehr einigen und Nationalismus erhält in vielen EU-Ländern wieder Auftrieb. Auch sozial fühlen sich viele Menschen abgehängt. Die steigende Ungleichheit führt unter anderem zu Unzufriedenheit sowie einer stetig wachsenden Zahl von Bürger*innen, die sich von der Politik nicht mehr ausreichend vertreten fühlen. Das Modellprojekt „Mauern einreißen!“ soll junge Menschen unterstützen, sich realen uns sozialen sowie psychischen Mauern bewusst zu werden und gemeinsam darüber zu diskutieren.

 

Modellprojekt „Risiken der Digitalisierung” – Wie können junge Menschen für mögliche Risiken sensibilisiert werden und Medienkompetenz erlangen?

Für den oder die Einzelne*n – insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene – wird es zunehmend schwieriger, die rasanten digitalen Entwicklungen sowie deren Auswirkungen in ihrer gesamten Breite und Tiefe zu verstehen und zu hinterfragen. Um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für mögliche kritische Entwicklungen zu sensibilisieren, sie zur Reflexion zu befähigen und ihnen eine grundlegende Medienkompetenz zu vermitteln, können im Jahr 2019 im Rahmen des Modellprojekts „Risiken der Digitalisierung” innovative Projekte gefördert werden.

 

Modellprojekt „Gesellschaftlicher Zusammenhalt” – Potenziale und Gefahren für den gesellschaftlichen Zusammenhalt mit Jugendlichen entdecken und diskutieren

Dieses Projekt hat das Ziel, mit jungen Menschen Erwachsenen gemeinsam über Faktoren nachzudenken, die gesellschaftlichen Zusammenhalt definieren und anhand derer man feststellen kann, wie es hierum bestellt ist. Weiterhin sollen Strategien entwickelt werden, die zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts beitragen.



Modellprojekt „Europa gestalten 2019: Die Europäische Union wählt – (sich ab?)”

Wir möchten interessierte Volkshochschulen dazu motivieren, 2019 mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu diskutieren, welche Erwartungen sie an die EU als Gemeinschaftsprojekt haben und ob sie mit den Errungenschaften der Gemeinschaft wie Reisefreiheit, freie Wahl des Arbeits- und Wohnortes zufrieden sind. Wünschen sie sich für die Europäische Union mehr Solidarität und Demokratie oder weniger?

 

Deutscher Volkshochschul-Verband
GEMINI
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